Therapie
Kinderwunsch
Kinderwunsch
Sie wünschen sich ein Kind, versuchen es aber bereits seit einiger Zeit vergeblich.
Von Unfruchtbarkeit spricht man, wenn ein Paar seit mindestens zwei Jahren trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs ohne Verhütung nicht schwanger wird. Für viele Paare ist das ein schmerzhafter Prozess, oft begleitet von Hoffnung, Enttäuschung und Unsicherheit.
Die Akupunktur – als Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) – bietet ebenfalls Ansätze, um die Fruchtbarkeit zu stärken und Körper wie Seele auf die Empfängnis vorzubereiten.
Gynäkologische und andrologische Abklärung
Zunächst ist eine gynäkologische und andrologische Abklärung wichtig. Es gibt medizinische Ursachen, bei denen Akupunktur alleine nicht ausreichend oder sinnvoll ist, z. B.:
- Verwachsungen oder Verschlüsse der Eileiter (z. B. nach Endometriumtuberkulose)
- Angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter
- Hormonelle Erkrankungen, die schulmedizinisch begleitet werden sollten
Wenn jedoch keine klaren organischen Ursachen vorliegen oder ergänzend zur Schulmedizin gearbeitet werden soll, können wir auf bewährte Möglichkeiten zurückgreifen, die Fruchtbarkeit auf energetischer Ebene zu fördern.
Die Ursachen aus Sicht der chinesischen Medizin?
Nun gilt es herauszufinden, welches Disharmoniemuster oder welche Kombination auf Sie zutrifft. Häufig sind dies bspw.:
- Schwäche der Nierenenergie
- Qi- oder Blut-Mangel
- Leber-Qi-Stagnation durch Stress
- Kälte oder Feuchtigkeit im Unterleib
Der Behandlungsansatz ist dabei dann:
- den weiblichen Zyklus harmonisieren
- die Gebärmutter durchwärmen und durchbluten
- die Eizellreifung und den Eisprung fördern
- Stress abbauen und emotionale Balance fördern
- die Gebärmutterschleimhaut aufbauen (für bessere Einnistung)
Was erwartet Sie in meiner Praxis?
In einem ausführlichen Erstgespräch erarbeite ich mit Ihnen eine individuelle TCM-Diagnose auf Basis von:
- Zyklusbeobachtung und Temperaturkurven
- Puls- und Zungendiagnostik
- Lebensstil, Ernährung, seelische Aspekte
- ggf. vorliegenden Befunden der Gynäkologie / Reproduktionsmedizin
Die Behandlung erfolgt zyklusbegleitend, mit unterschiedlichen Schwerpunkten:
- Phase 1 – Menstruation: Stagnationen lösen, Blut bewegen
- Phase 2 – Follikelreifung: Blut und Yin aufbauen
- Phase 3 – Eisprung: Qi aktivieren, Yang stärken
- Phase 4 – Lutealphase: Uterus wärmen, Stress senken
Auch der männliche Partner zählt
Etwa 30 % der Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit liegen beim Mann – z. B. durch verminderte Spermienanzahl, -qualität oder -beweglichkeit.
Aber auch wenn aus schulmedizinischer Sicht keine Auffälligkeiten vorliegen, kann es aus Sicht der TCM sinnvoll sein, den männlichen Partner in die Behandlung einzubeziehen – insbesondere, wenn bestimmte energetische Disharmoniemuster erkennbar sind, wie z. B.:
- Schwäche der Nieren-Essenz – häufig verbunden mit verminderter Spermienqualität
- Milz-Qi-Mangel – kann zu Erschöpfung, Konzentrationsmangel und schlechter Nährstoffversorgung führen
- Feuchte-Hitze im Unteren Erwärmer – ggf. bei chronischer Prostatitis, Überwärmung des Hodens, Entzündungen
- Leber-Qi-Stagnation – häufig durch Stress, unterdrückte Emotionen oder Leistungsdruck
Eine begleitende Behandlung kann helfen, das energetische Gleichgewicht zu fördern, die Vitalität zu steigern und die Qualität des Spermas positiv zu beeinflussen – auch unterstützend zu einer schulmedizinischen Therapie.
Ich berate Paare gerne gemeinsam und entwickle individuelle Behandlungsansätze – angepasst an die jeweilige Konstitution.
Wie ist die Prognose?
Die Prognose hängt von mehreren Faktoren ab – etwa der Dauer des bestehenden Kinderwunsches, dem Alter der Frau, möglichen organischen Befunden, der Zyklusqualität und dem energetischen Zustand laut TCM.
In vielen Fällen zeigen sich bereits nach einigen Zyklen erste positive Veränderungen – z. B. eine stabilere Basaltemperaturkurve, weniger PMS-Beschwerden oder ein regelmäßigerer Eisprung. Auch die Gebärmutterschleimhaut kann sich besser aufbauen, was die Einnistung erleichtert.
Die besten Ergebnisse werden oft erzielt, wenn die Behandlung über mindestens drei bis sechs Zyklen hinweg konsequent durchgeführt wird. Auch eine begleitende Lebensstilveränderung, Ernährung nach TCM und Stressreduktion haben nachweislich positiven Einfluss.
Wichtig ist: Jede Behandlung ist individuell – und manchmal braucht es Geduld. Die TCM geht nicht symptomatisch, sondern ursachenorientiert und regulierend vor, mit dem Ziel, Körper und Seele in eine empfangsbereite Balance zu führen.
